{"id":119,"date":"2008-05-20T21:09:06","date_gmt":"2008-05-20T19:09:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zweitfrau.eu\/wordpress\/?p=119"},"modified":"2015-02-12T18:06:15","modified_gmt":"2015-02-12T16:06:15","slug":"zf-im-cycamp-interview","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.zweitfrau.eu\/wordpress\/zf-im-cycamp-interview\/","title":{"rendered":"ZF im Cycamp Interview"},"content":{"rendered":"<p>Gefunden hier von toni: <a href=\"http:\/\/www.cycamp.at\/\">cycamp.at<\/a> \/ lifecamp \/ kultur<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zweitfrau.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/drei_musketiere.jpg\" alt=\"\" title=\"drei_musketiere\" width=\"180\" height=\"177\" class=\"alignnone size-full wp-image-120\" \/><\/p>\n<p><strong>Zweitfrau im Cycamp Interview<\/strong><\/p>\n<p>R\u00fcckendeckung hei\u00dft das neue Album des Trios rund um Diana Lueger. Cycamp Redakteur Stefan Huber sprach mit Diana, Lex und Martin \u00fcber ihr neues Album, ihr eigenes Label und \u00fcber Vorurteile gegen\u00fcber den &#8222;Neue \u00d6sterreichern.&#8220;<\/p>\n<p>Stefan: Das neue Album steht vor der T\u00fcr. Schon Aufgeregt vor der Ver\u00f6ffentlichung?<\/p>\n<p>Lex: Irgendwie f\u00fchlt man sich wie eine hochschwangere Frau, die kurz vor dem Geburtstermin steht. So f\u00fchlt man sich ungef\u00e4hr.<\/p>\n<p>Martin: Die Frage ist, wie kannst Du das \u00fcberhaupt beurteilen?<\/p>\n<p>Lex: Naja, ich stells mir halt genau so vor. (alle lachen)<\/p>\n<p>&#8222;&#8230; in Berlin wurde der Grundstein f\u00fcr das Album gelegt &#8230;&#8220;<\/p>\n<p>Stefan: Seit ihr denn mit eurem Resultat zufrieden?<\/p>\n<p>Diana: Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Im letzten Sommer haben wir so gut wie alles fertig gestellt. Der Lex hat in Wien ein Studio wo wir zwei Drittel vom Album aufgenommen haben. Das erste Drittel haben wir in Berlin aufgenommen, dort haben wir uns vor einem Jahr einen Produzenten gesucht und unter anderem die Nummern \u201eIntensiv\u201c und \u201eAlles dreht sich\u201c aufgenommen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nLex: In Berlin wurde sozusagen der Grundstein f\u00fcr das Album gelegt, und verteilt \u00fcber das letzte Jahr aufgenommen. Dadurch, dass aber kaum Zeit war immer wieder nach Berlin zu fahren haben wir das Album in Wien fertig gestellt.<\/p>\n<p>&#8222;&#8230; unterschiedliche Songs brauchen unterschiedliche Aufmerksamkeit &#8230;&#8220;<\/p>\n<p>Stefan: Ein Deutsch-\u00d6sterreichisches Hybridalbum sozusagen.<\/p>\n<p>Diana: Hybridalbum ist das richtige Stichwort, weil es f\u00fcr mich auch eine Mischung aus rockigen, elektronischen und poppigen Elementen ist. Innerhalb der Band hat es ja eine Ver\u00e4nderung gegeben als der zweite Gitarrist krankheitsbedingt ausgestiegen ist, was uns nach kurzer Ersch\u00fctterung die Chance gegeben hat den Sound neu zu definieren. Schlussendlich haben wir uns den Pjotr als Keyborder ins Boot geholt, und uns dadurch auch eine gr\u00f6\u00dfere Spielwiese an Sounds zulegen k\u00f6nnen, vor allem im elektronischen Bereich.<\/p>\n<p>Stefan: Wie sieht der musikalische Prozess innerhalb der Band aus? Wer schreibt, wer komponiert, wer textet?<\/p>\n<p>Lex: Also heute war es zum Beispiel der Fall, dass die Diana mit einer Idee gekommen ist und uns diese im Proberaum skizzenhaft vorgestellt hat und wir haben dann \u00fcberlegt was uns dazu einf\u00e4llt, was musikalisch passen w\u00fcrde und das ganze wird dann versucht im Studio umzusetzen. Im Prinzip hat da jeder eine Idee f\u00fcr sich f\u00fcr den Song und es wird dann versucht das alles in einem Song zu verpacken.<\/p>\n<p>Martin: Manchmal passiert das alles aber gleich im Studio.<\/p>\n<p>Diana: Unterschiedliche Songs brauchen unterschiedliche Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p>Stefan: Und wo kommen die Texte her?<\/p>\n<p>Diana: Die Texte bring meistens ich ein. Manchmal sind sie schon fertig, manchmal bring ich auch nur die Idee. Meistens setze ich mich dann mit dem Paul, das ist der Studiopartner vom Lex, zusammen und wir arbeiten die Texte gemeinsam aus. Es ist jetzt aber nicht so, dass ich hingehe und sage, dass ich gern ein Lied \u00fcber Liebe h\u00e4tte. Die Texte sind meistens so gut wie fertig, manchmal wird dann eben die eine oder andere Zeile ausgetauscht.<\/p>\n<p>Stefan: Pers\u00f6nlich kennt ihr euch schon relativ lange. Ihr drei seid nach wie vor der Kern, oder kann man sagen, dass die anderen aus der Band nur dazugeholte Musiker sind?<\/p>\n<p>Diana: Nein, \u00fcberhaupt nicht. Wir sind nach wie vor eine Band aus 5 Leuten, wir sind eben der Kern weil wir uns schon so lange kennen. Die beiden anderen Jungs sind eben erst seit einem Jahr dabei. Trotzdem sind sie schon sehr stark involviert, sogar Songwriter-technisch am Album vertreten.<o:p> <\/o:p><\/p>\n<p>Lex: Uns war es wichtig, dass wir uns Leute suchen mit denen wir zusammen wachsen, und nicht dass das ganze separiert wird, sondern als eine Band gesehen wird.<\/p>\n<p>&#8222;&#8230; Es liegt an uns zu beweisen, dass &#8222;Die neuen \u00d6sterreicher&#8220; auch spielen k\u00f6nnen &#8230;&#8220;<\/p>\n<p>Stefan: Zweitfrau wird ja immer mit \u201eDie neuen \u00d6sterreicher\u201c in Verbindung gebracht. Was nat\u00fcrlich einerseits eine gute Seite hat mit Dauerrotation auf Radiostationen und einem gewissen Bekanntheitsgrad dadurch, anderseits man einen Stempel aufgedr\u00fcckt bekommt. Ist das Fluch und Segen zugleich?<\/p>\n<p>Martin: Nat\u00fcrlich bekommt man den Stempel aufgedr\u00fcckt, aber die M\u00f6glichkeiten die sich uns dadurch er\u00f6ffnen wie zum Beispiel ein gro\u00dfes Airplay und einen Bekanntheitsgrad, sind schon gut. So ist das eben.<\/p>\n<p>Diana: Es liegt nun an uns zu beweisen, dass \u201eDie neuen \u00d6sterreicher\u201c auch spielen k\u00f6nnen, zumindest einige davon. Und, dass wir echt sind und kein Castinghaufen nur weil wir h\u00fcbsche Jungs in der Band haben. Das ist eben das Zuckerl. (alle lachen)<\/p>\n<p>Lex: Generell fand ich die Aktion sehr gut, weil dadurch wieder ein Augenmerk auf die heimische Musik gelegt wurde. Wenn ich mich zur\u00fcck erinnere vor einem Jahr hatten wir nat\u00fcrlich auch mediale Pr\u00e4senz, aber nie so stark wie jetzt. Aufgrund der Kampagne k\u00f6nnen die meisten Leute mit denen ich mich unterhalte etwas mit Zweitfrau anfangen. Vorher war das eben nicht der Fall. Dadurch wurde uns eben ein medialer Vorsprung gegeben, den wir so nicht so schnell erreicht h\u00e4tten. Was jetzt nicht nur durch \u201eDie neue \u00d6sterreicher\u201c Aktion allein geschehen ist, sondern dadurch dass wir viel live gespielt haben und auch mit Unterst\u00fctzung von anderen Medien. Aber was willst du als Musiker eigentlich? Du m\u00f6chtest deine Musik machen und du m\u00f6chtest spielen. Und diese Geschichte geh\u00f6rt f\u00fcr uns einfach dazu.<\/p>\n<p><o:p>&#8222;&#8230; Wir wollten im Flex spielen und wurden abgelehnt, weil wir auf \u00d63 Airplay haben &#8230;&#8220;<br \/>\n<\/o:p><\/p>\n<p>Stefan: Wie wird man \u201eNeuer \u00d6sterreicher\u201c? Ruft da \u00d63 an und sagt, dass man dabei ist?<\/p>\n<p>Diana: Wir hatten schon vor dieser Kampagne mit \u00d63 zu tun, und auch mit FM4. uf beiden Sendern hatten wir etwas Airplay. Vor 2 oder 3 Jahren hat uns jemand von \u00d63 schon live gesehen und uns gefragt ob sie uns nicht spielen d\u00fcrfen. Zu diesem Zeitpunkt hat noch niemand etwas von \u201eDie neuen \u00d6sterreicher\u201c gewusst.<\/p>\n<p>Martin: Als wir dann die Single \u201eAlles dreht sich\u201c ver\u00f6ffentlicht haben, hat sich \u00d63 an uns gewandt und uns von dem Projekt erz\u00e4hlt, wo sie heimische K\u00fcnstler n\u00e4her beleuchten wollen, ihnen ein Gesicht geben wollen, um das Publikum besser erreichen zu k\u00f6nnen. Was nichts Schlechtes ist.<\/p>\n<p>Lex: Das einzige was \u201enegativ\u201c ist, dass \u00d63 eine Marke aus der Kampagne gemacht hat, und sie sich hinstellen k\u00f6nnen und sagen k\u00f6nnen dass sie etwas f\u00fcr die \u00f6sterreichische Musikszene gemacht haben. Aber es passiert automatisch wenn du Musik machst. Wenn du einen Radiosender findest, der dich spielt wirst du nat\u00fcrlich mit ihm zusammen arbeiten.<\/p>\n<p>Diana: Ich kann mich noch erinnern, dass wir einmal gesagt haben, dass wir mit denjenigen gehen, die uns unterst\u00fctzen und es war eben \u00d63. Es h\u00e4tte zum Beispiel auch FM4 sein k\u00f6nnen, war es aber nicht.<\/p>\n<p><o:p><\/o:p>Lex: Nat\u00fcrlich hat ein Sender eine Politik und sagt, wir spielen gewisse Sachen und gewisse nicht. Viel schlimmer finde ich es aber wenn Veranstalter her gehen und diese Struktur sozusagen \u00fcbernehmen, nach dem Motto: \u201cNaja, ihr werdets auf dem und dem Sender gespielt, deswegen k\u00f6nnts bei mir im Club nimmer spielen.\u201c Eine Radiostation hat wie gesagt eine Sendepolitik, die von mir aus Pop oder Rock Musik umfasst. Ein Veranstalter hingegen mehrer M\u00f6glichkeiten die Bands in einem gewissen Rahmen auftreten zu lassen. Und die transportieren ja diese Separierung von \u00d63 und FM4 weiter.<\/p>\n<p>Stefan: Sprecht ihr da aus Erfahrung?<\/p>\n<p>Lex: Wir wollten im Flex spielen, und wurden abgelehnt weil wir auf \u00d63 Airplay haben. Ich finde es halt schade wenn man sich keine Zeit nimmt um ein Projekt anzusehen, sondern es nach einem Radiosender beurteilt.<\/p>\n<p>Stefan: Den Ausdruck \u201eIndiepolizei\u201c w\u00fcrdet ihr also auch unterstreichen?<\/p>\n<p>Diana: Der Ausdruck ist schon sehr passend. Gerade von den Alternativen h\u00e4tte man sich doch mehr Offenheit erwartet, weniger das Scheuklappen Denken. Und Irgendwie kommt es mir vor, als h\u00e4tten wir uns sozusagen als schwul geoutet und niemand mehr m\u00f6chte mit uns spielen. Das finde ich schon sehr seltsam.<\/p>\n<p>Stefan: \u00d6sterreich Tour steht auch an. Freut ihr euch denn?<\/p>\n<p>Lex: Da freuen wir uns schon sehr drauf, weil man dort den schon einen engeren Kontakt zu den Fans hat und sehr viel herum kommt. Pers\u00f6nlich freue ich mich sehr auf die Mountain Mania. Ist f\u00fcr mich immer eine Herausforderung in der K\u00e4lte zu spielen. Posthof und in Graz im Orpheum, darauf freue ich mich auch schon. Wichtig war uns f\u00fcr die Tour sozusagen Partnerbands zu suchen mit denen wir dann gemeinsam einen Abend gestalten.  <\/p>\n<p>&#8222;&#8230; Dadurch, dass wir Labeltechnisch schon einiges durchgemacht haben, war der Entschluss schnell gefallen, alles selbst in die Hand zu nehmen &#8230;&#8220;<\/p>\n<p>Stefan: Ihr habt auch ein eigenes Label gegr\u00fcndet. Ihr habt ein eigenes Studio. Was kommt als n\u00e4chstes?<\/p>\n<p>Lex: Die Weltherrschaft! (alle lachen)<\/p>\n<p>Diana: Wir haben wirklich das Gl\u00fcck, dass wir sehr gute Partner haben wie zum Beispiel \u201eSuperplus+\u201c, die das Video zu \u201eIntensiv\u201c gemacht haben. Was uns nat\u00fcrlich Vorteile bringt. Und dadurch dass wir Labeltechnisch schon sehr viel erlebt haben, nicht wirklich Schlechtes, aber teilweise darunter gelitten haben, dass es alles recht lange dauert bis man etwas ver\u00f6ffentlichen darf, und noch dazu das Gl\u00fcck hatten einen Partner zu haben mit dem ich das Label gegr\u00fcndet habe, war der Entschluss sehr schnell gefasst gewisse Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Und siehe da, endlich halten wir unser V\u00d6 Datum perfekt ein. Und ich w\u00fcnsche Zweitfrau, nicht nur weil es mein Baby ist, dass es einen gro\u00dfen Erfolg genie\u00dft und in weiterer Folge auch dem Label hilft.<\/p>\n<p>Stefan: Ich w\u00fcnsch euch viel Erfolg auf dem Weg dorthin. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gefunden hier von toni: cycamp.at \/ lifecamp \/ kultur Zweitfrau im Cycamp Interview R\u00fcckendeckung hei\u00dft das neue Album des Trios rund um Diana Lueger. 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