{"id":128,"date":"2008-07-19T10:57:19","date_gmt":"2008-07-19T08:57:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zweitfrau.eu\/wordpress\/?p=128"},"modified":"2008-07-19T11:56:15","modified_gmt":"2008-07-19T09:56:15","slug":"lokal-gesucht-das-sich-der-live-musik-annimmt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.zweitfrau.eu\/wordpress\/lokal-gesucht-das-sich-der-live-musik-annimmt\/","title":{"rendered":"Lokal gesucht, das sich der Live-Musik annimmt"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8222;Die Presse&#8220;, Print-Ausgabe, 19.07.2008, schreibt bei >> STADTMENSCHEN VON ANNA-MARIA WALLNER<\/strong> \u00fcber ein Vorhaben des Gastronomen OSSI SCHELLMANN (\u201eCopa Cabana\u201c,  &#8222;U4&#8220;, &#8222;Caf\u00e9 Stein&#8220; und \u201eSummerstage\u201c) <u>ein Lokal zu etablieren, das sich der Live-Musik annimmt<\/u>:<\/p>\n<blockquote><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.zweitfrau.eu\/wordpress\/wp-content\/uploads\/schellmann_web_kl.jpg\" alt=\"\" title=\"schellmann_web_kl\" width=\"75\" height=\"96\" style=\"float:left; margin-right:20px;  margin-bottom:10px;\"  class=\"alignnone size-full wp-image-129\" \/>Die Live-Auftritte seien sogar der eigentliche Ideengeber gewesen, denn ihm sei in den letzten Jahren aufgefallen, dass eine \u201eaufstrebende junge, \u00f6sterreichische Musikszene\u201c herangewachsen sei. \u201eDie ist so gut wie seit den Achtzigern nicht mehr\u201c. An wen er da denkt? An die <strong>Band Zweitfrau mit Diana Lueger, die Gruppe Mondscheiner mit Falco-Darsteller Manuel Rubey und an Valerie Sajdik<\/strong>. Die junge \u00d63-Generation also. Und alles Musiker, denen er auf seiner Summerstage am Donaukanal bereits eine B\u00fchne gab.<\/p><\/blockquote>\n<p>Hier der ganze Artikel der Presse:<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<blockquote><p><strong>Nachtleben: Herr Schellmann sucht das Gl\u00fcck<\/strong><\/p>\n<p>Gastronom Ossi Schellmann hat Pl\u00e4ne f\u00fcr ein neues Lokal. Er lieb\u00e4ugelt mit dem \u201eBirdland\u201c, wo er junge Musiker auf die B\u00fchne bringen will.<\/p>\n<p>Eigentlich kann und darf er noch nicht dar\u00fcber reden. Und tut es trotzdem. Oswald Schellmann sucht nach einem neuen Bet\u00e4tigungsfeld. Eine Mischung aus Tanzlokal und Bar schwebt ihm vor; jedenfalls ein Ort, von dem man auch zu sp\u00e4ter Stunde sagt: \u201eDa gehen wir jetzt noch hin\u201c, sagt er im Gespr\u00e4ch mit der \u201ePresse\u201c.<\/p>\n<p>Die Idee sei ein \u201eLokal, in dem sich Menschen Ende Zwanzig und dar\u00fcber wohl f\u00fchlen\u201c. Das Birdland im Hotel Hilton am Stadtpark w\u00fcrde ihm ganz gut gefallen. Das von Joe Zawinul initiierte Jazzlokal f\u00fchrt seit seiner Er\u00f6ffnung ein tristes Dasein, das sich einfach zusammenfassen l\u00e4sst: Wenig Besucher, wenig Umsatz. Mit Hilton-Hausherr Hanno Soravia g\u00e4be es bereits ein \u201eGrundsatzwillens\u00fcbereinkommen\u201c, aber noch keine fixen Vertr\u00e4ge, sagt Schellmann. Im Birdland will man am kommenden Dienstag aus \u201egegebenem Anlass\u201c (ein Artikel in der Zeitschrift \u201eNews\u201c, in dem das Lokal als \u201eabgewirtschaftet\u201c bezeichnet wird) ein \u201eCome Together der Freunde des Birdland\u201c veranstalten. Im Gedenken an Joe Zawinul.<\/p>\n<p>Was Schellmann nicht st\u00f6rt. Er sei ohnehin \u201enicht auf das Birdland fixiert.\u201c Auch im ersten Bezirk l\u00e4sst er derzeit zwei Projekte pr\u00fcfen. Fest steht, dass er die neue Sache nur mit einem Partner angehen will. Wer das sein soll, will er noch nicht sagen. Auch ein konkreter Zeitplan liegt noch nicht vor. \u201eSch\u00f6n w\u00e4re es\u201c, so Schellmann, wenn bis Ende des Jahres die passende Immobilie gefunden und bereits vertraglich unter Dach und Fach sei. Damit man vor dem Sommer notwendige Umbauarbeiten durchf\u00fchren kann und vielleicht schon vor den Sommerferien aufsperren kann.<\/p>\n<p>Seine Lokal-Vorbilder in Wien sind der Club Ost und die Bar Italia. Lokale, die er selbst gern und vor allem sp\u00e4t nachts besucht. Solche \u201eAbsacker-Bars\u201c g\u00e4be es aber zu wenig in Wien. \u201eWer nicht immer ins Flex oder in die Passage gehen will, der hat es schwer in Wien\u201c, meint Schellmann. Wobei er gleich hinzuf\u00fcgt, dass er diese beiden Lokale selbst noch immer gerne besucht.<\/p>\n<p>Allein ums gehobene Absacken geht es Schellmann bei seiner neuen Lokalidee dann aber doch nicht. Eigentlich schwebe ihm ein Lokal vor, das sich der Live-Musik annimmt. Ein bisschen wie die Eden Bar \u2013 vor drei\u00dfig Jahren.<\/p>\n<p>Die Live-Auftritte seien sogar der eigentliche Ideengeber gewesen, denn ihm sei in den letzten Jahren aufgefallen, dass eine \u201eaufstrebende junge, \u00f6sterreichische Musikszene\u201c herangewachsen sei. \u201eDie ist so gut wie seit den Achtzigern nicht mehr\u201c. An wen er da denkt? An die Band Zweitfrau mit Diana Lueger, die Gruppe Mondscheiner mit Falco-Darsteller Manuel Rubey und an Valerie Sajdik. Die junge \u00d63-Generation also. Und alles Musiker, denen er auf seiner Summerstage am Donaukanal bereits eine B\u00fchne gab.<\/p>\n<p>Es ist also nicht so, dass Schellmann nicht bereits jetzt etwas f\u00fcr die \u00f6sterreichische Musikszene tut. Die \u201eSummerstage\u201c \u2013 sein \u201eBaby\u201c \u2013 ist nur eben nicht unbedingt ein schickes Nachtlokal, eher eine Art Heuriger am Kanal. Grunds\u00e4tzlich scheint mit dem 52-j\u00e4hrigen geb\u00fcrtigen Gumpoldskirchner aber wieder einmal das durchzugehen, was ihn schon fr\u00fcher drei Mal zum Neustart bewog. Die Langeweile.<\/p>\n<p>Als der Sohn einer Weinbauernfamilie, dessen Eltern Anfang der Sechziger Jahre ein In-Lokal (so nannte man das damals noch) in Gumpoldskirchen er\u00f6ffneten, in dem Prominente wie Udo J\u00fcrgens aus und ein gingen, seine Hotelkaufmannlehre abschloss, machte er sich 1977 mit einem Partner als Kantinenwirt selbstst\u00e4ndig und besa\u00df kurz darauf 18 Lokale mit insgesamt 300 Mitarbeitern. Nebenbei gr\u00fcndete er das \u201eCopa Cabana\u201c, die sp\u00e4tere Disco U4, deren Chef er jahrelang war. Anfang der Neunziger Jahre packte ihn dann zum ersten Mal der Drang zum Wechsel. Er verkaufte alle Lokale, l\u00f6ste Pachtvertr\u00e4ge auf und konzentrierte sich mit dem Kauf des Caf\u00e9 Stein nahe der Universit\u00e4t Wien auf etwas Neues. Und hatte wieder Erfolg. Das Lokal, das sich am Stil franz\u00f6sischer Bars orientierte, wurde vor allem von den Studenten enorm gut aufgenommen. Das Stein geh\u00f6rt ihm heute auch nicht mehr. Daf\u00fcr war Schellmann 1996 wieder ein kleiner Stadtpionier, indem er mit der Summerstage das erste Lokal am Donaukanal er\u00f6ffnete. Dort, wo seit drei Jahren viele Lokalbetreiber hindr\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Und jetzt kommt also wieder ein Neubeginn. Allerdings nicht mehr so einschneidend. Die \u201eSummerstage\u201c will Schellmann auf jeden Fall behalten. Im Herbst m\u00f6chte er sich erst einmal \u201ein Europa umschauen\u201c und \u201eerfolgreiche internationale Lokalkonzepte austrifizieren\u201c, wie er das nennt. Wobei der Routinier des Wiener Nachtlebens sich (schon ein wenig altersmild?) mit gro\u00dfen Vorank\u00fcndigungen zur\u00fcckh\u00e4lt: \u201eWirklich neu erfinden kannst Du das Nachtleben nicht\u201c. Versucht hat er das fr\u00fcher einmal.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Die Presse&#8220;, Print-Ausgabe, 19.07.2008, schreibt bei >> STADTMENSCHEN VON ANNA-MARIA WALLNER \u00fcber ein Vorhaben des Gastronomen OSSI SCHELLMANN (\u201eCopa Cabana\u201c, &#8222;U4&#8220;, &#8222;Caf\u00e9 Stein&#8220; und \u201eSummerstage\u201c) ein Lokal zu etablieren, das sich der Live-Musik annimmt: Die Live-Auftritte seien sogar der eigentliche Ideengeber gewesen, denn ihm sei in den letzten Jahren aufgefallen, dass eine \u201eaufstrebende junge, \u00f6sterreichische [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[149],"class_list":["post-128","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.zweitfrau.eu\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/128","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.zweitfrau.eu\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.zweitfrau.eu\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.zweitfrau.eu\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.zweitfrau.eu\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=128"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.zweitfrau.eu\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/128\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.zweitfrau.eu\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=128"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.zweitfrau.eu\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=128"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.zweitfrau.eu\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=128"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}