{"id":87,"date":"2008-05-24T20:40:07","date_gmt":"2008-05-24T18:40:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zweitfrau.eu\/wordpress\/?p=87"},"modified":"2013-09-15T17:10:49","modified_gmt":"2013-09-15T16:10:49","slug":"zweitfrau-der-moderne-weg","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.zweitfrau.eu\/wordpress\/zweitfrau-der-moderne-weg\/","title":{"rendered":"Zweitfrau &#8211; Der moderne Weg"},"content":{"rendered":"<p>Sebastian Fasthuber schrieb am 14.02.2008 in <strong>now-on<\/strong> bei Stories \u00fcber Zweitfrau<\/p>\n<blockquote><p><strong>Zweitfrau<\/strong> &#8211; Der moderne Weg<br \/>\nDas \u00f6sterreichische Pop-Trio Zweitfrau ist Band, Firma, Freundeskreis und Familie in einem. Jetzt erscheint das Deb\u00fctalbum R\u00fcckendeckung.<\/p>\n<p>Alles echt. Diana Lueger und ihre beiden Zweitfrau-Kollegen Lex Machat (Bass) und Martin Pauser (Gitarre) blicken als \u201eNeue \u00d6sterreicher\u201c in der aktuellen Werbekampagne von \u00d63 von den Plakatw\u00e4nden, ihre Songs laufen im Hitradio und man sieht die Drei im Fernsehen und in Lifestyle-Magazinen. Sich derart zu exponieren, macht einen in der Musikszene f\u00fcr manche verd\u00e4chtig. \u201eWir haben schon oft geh\u00f6rt, wir seien gecastet\u201c, sagt die S\u00e4ngerin. \u201eDabei gibt es kaum andere Bands, die vom Songschreiben \u00fcbers Produzieren bis zum Auftreten so viel selber machen wie wir.\u201c Freilich: Beschweren will sich die 27-j\u00e4hrige Wienerin nicht. Erstens, weil sie vom Jammern an sich wenig h\u00e4lt. Mit ihrem Ehrgeiz, den Traum von der Musikkarriere zu leben, weicht sie von der typisch \u00f6sterreichischen \u201eDas wird eh nix\u201c-Mentalit\u00e4t ab. Zweitens ging es f\u00fcr ihre Band zuletzt sp\u00fcrbar bergauf. Die beiden Singles \u201eAlles dreht sich\u201c und \u201eIntensiv\u201c konnten sich im letzten Jahr \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum in den heimischen Single-Charts behaupten. Auf der Habenseite stehen weiters viel Radio-Airplay und gut 60 Konzerte im ganzen Land, darunter Auftritte im Vorprogramm von Pink und bei der Er\u00f6ffnung der Wiener Festwochen. \u201eWir haben 2007 ein super Jahr gehabt\u201c, so Lueger. Und doch: \u201eMan wird manchmal rein geworfen in einen Topf mit Starmania-S\u00e4ngern. Wir repr\u00e4sentieren aber das Gegenteil von der heutigen Casting-Welt und sind stolz darauf, alles selber auf die Beine zu stellen.\u201c<br \/>\n<!--more--><br \/>\nLos Angeles und zur\u00fcck. Seit vier Jahren widmet das Trio seine ganze Energie dem Projekt Zweitfrau. Die Wurzeln der Band gehen noch viel weiter zur\u00fcck. \u201eWir sind in dieselbe Schule gegangen\u201c, erz\u00e4hlt Lex Machat. \u201eDiana war eine Klasse \u00fcber uns. Wir haben damals schon zusammen in der Schulband gespielt. Diana war anfangs noch am Schlagzeug.\u201c Die ersten Bandversuche wurden jedoch gestoppt, als Lueger nach dem Schulabschluss ins Ausland ging, um dort ins Musikgesch\u00e4ft hineinzuschnuppern. Und weil sie keine ist, die halbe Sachen macht, verschlug es sie gleich in die Musik-Metropole Los Angeles. \u201eAm meisten habe ich dort \u00fcber mich selber gelernt\u201c, rekapituliert sie. \u201eAber auch musikalisch und beruflich hat es mich weiter gebracht. Einerseits war es sehr beeindruckend, bekannte Leute aus der Branche kennen zu lernen, andererseits merkt man, dass die auch nur mit Wasser kochen.\u201c Ausgerechnet in Los Angeles hat Lueger begonnen, deutsche Texte zu schreiben. \u201eIch glaube, das ist ganz normal\u201c, sagt sie. \u201eWenn man aus seinem Heimatland weggeht, besinnt man sich umso mehr auf seine Wurzeln.\u201c Als ihr Visum nach zw\u00f6lf Monaten abgelaufen war, hie\u00df es leider Abschied nehmen. Unter den Bekanntschaften, die sie gemacht hatte, war auch ein gewisser James Blunt, der damals noch ein Niemand war und wie die \u00d6sterreicherin von einer Pop-Karriere tr\u00e4umte. Die R\u00fcckkehr nach Schnitzelland verlief dennoch weitgehend schmerzlos. \u201eIch habe mich ein bisschen vor Wien gef\u00fcrchtet\u201c, sagt Lueger, \u201eaber vom Gef\u00fchl her war es dann sehr positiv. In dem Jahr, wo ich weg war, hat sich hier viel getan. Die Live-Szene hat sich sehr entwickelt und die Musik war interessanter.\u201c Nachsatz: \u201eUnd es ist auch sch\u00f6n, wieder ein gutes Gesundheitssystem zu haben.\u201c<\/p>\n<p>Zweiter Anlauf. Die alten Bandkollegen haben die Globetrotterin aufgefangen. \u201eZu Weihnachten 2003 bin ich zur\u00fcckgekommen\u201c, so Lueger, \u201eAnfang 2004 haben wir schon unter dem Namen Zweitfrau zu arbeiten begonnen.\u201c Die Weichen daf\u00fcr waren schon gestellt. Gitarrist Martin Pauser vertiefte sich w\u00e4hrend Luegers Abwesenheit in die Produktionsarbeit und gr\u00fcndete ein Studio. Das kommt der Band heute insofern zugute, als sie ins Studio gehen kann, wann und so lange sie will, ohne dass es zu viel Geld verschlingt. Erste kleine Erfolge stellten sich dann recht schnell ein. \u201eWir haben fr\u00fch eine Achse nach Berlin aufgebaut\u201c, sagt Machat. \u201eF\u00fcrs erste Konzert in einer Punkh\u00fctte haben wir uns von einem Elektrogesch\u00e4ft einen Bus ausgeliehen und hinten neben diversen Kabeln unsere Verst\u00e4rker reinger\u00e4umt.\u201c Unschuldige Anf\u00e4nge, doch war es Zweitfrau von Beginn an ein Anliegen, ihre musikalischen Versuche auf ein professionelles Level zu hieven. \u201eNichts gegen Hobbybands, aber so haben wir uns nie gesehen\u201c, meint Lueger. \u201eWir wollen das als Beruf.\u201c 2005 erschien eine erste EP, es folgten Singles wie \u201eSchnitt\u201c oder sp\u00e4ter \u201eAlles dreht sich\u201c und \u201eIntensiv\u201c. Umso l\u00e4nger hat es gedauert, bis das Trio, das bei Konzerten von Piotr Szwarczewski (Keyboards) und Markus Gradischnig (Schlagzeug) unterst\u00fctzt wird, nun sein erstes Album mit dem Titel R\u00fcckendeckung ver\u00f6ffentlicht. \u201eDas hat wirklich lang gebraucht\u201c, seufzt die S\u00e4ngerin. \u201eWir hatten bereits vor zwei Jahren ein Album ziemlich fertig. Es haben aber die richtigen Partner daf\u00fcr gefehlt. Und dann hat sich die Band ver\u00e4ndert, Elektronik ist als neues Stilelement dazugekommen, und wir fanden das Album nicht mehr repr\u00e4sentativ. Also haben wir es noch einmal aufgenommen.\u201c<\/p>\n<p>Nichts geschenkt. Obwohl sie sich als ungeduldigen Menschen beschreibt, ist Lueger froh, so viel Zeit in R\u00fcckendeckung gesteckt zu haben. \u201eOhne die vielen Arbeitsschritte w\u00e4re das Album in der Form nicht zustande gekommen\u201c, glaubt sie. Der Sound ist trotz mancher elektronischer Elemente so, wie man Zweitfrau inzwischen kennt. Sie spielen guten, packenden deutschsprachigen Pop von rockig bis balladenhaft, der sich irgendwo zwischen den Kollegen von Silbermond, Juli und Mia. einordnet. Die Texte schwanken zwischen frech-rotzig und weich-gef\u00fchlig. \u201eWir wollen unsere Spielwiese bewusst so gro\u00df wie m\u00f6glich halten\u201c, sagt Pauser. \u201eNach Konzerten kommen oft Leute zu uns und sagen, sie kannten vorher nur unsere Singles, und dass ihnen die anderen St\u00fccke noch einmal eine ganz andere Seite von Zweitfrau gezeigt haben.\u201c War 2007 schon ein betriebsames Jahr f\u00fcr die Band, so ist 2008 noch mehr zugepflastert mit Terminen. Zuerst steht die Albumver\u00f6ffentlichung in der Heimat an, die von einer ausgiebigen Tour begleitet wird. Im M\u00e4rz \u00fcbersiedelt die Band dann f\u00fcr einige Zeit nach Berlin, von wo aus sie auch Deutschland erobern m\u00f6chte. Und mit Strange Cat Records hat sie k\u00fcrzlich sogar ein eigenes Label f\u00fcr ihre Musik gegr\u00fcndet. \u201eDie Musikkonzerne gehen zugrunde\u201c, stellt Pauser fest. \u201eMomentan fliegen einem in diesem Musikuniversum die Teile nur so um die Ohren. Man muss sich neu orientieren und offen sein.\u201c Diana Lueger springt bei: \u201eEs gab schon Angebote von Plattenfirmen, aber mittlerweile k\u00f6nnen wir unsere Interessen selber am besten vertreten. Es ist ein sehr moderner Weg.\u201c Dass dieser Weg f\u00fcr Musiker auch mit mehr Arbeit und Risiko verbunden ist, kann Zweitfrau nicht abschrecken: \u201eWenn wir etwas machen, dann machen wir es gescheit. Wir schenken uns nichts.\u201c<\/p>\n<p>DIE NOW! ANALYSE<br \/>\nZweitfrau setzt sich zusammen aus&#8230;<br \/>\nFreundschaft 19%<br \/>\nEnergie 17%<br \/>\nDeutschsprachiger Pop 16%<br \/>\nNeue \u00d6sterreicher 12%<br \/>\nEhrgeiz 11%<br \/>\nLive-Konzerte 8%<br \/>\nEmotionen 7%<br \/>\nStyling 5%<br \/>\nPopstar-Tr\u00e4ume 3%<br \/>\nSynthesizer 2%<\/p>\n<p>Von: Sebastian Fasthuber (14.02.2008)<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sebastian Fasthuber schrieb am 14.02.2008 in now-on bei Stories \u00fcber Zweitfrau Zweitfrau &#8211; Der moderne Weg Das \u00f6sterreichische Pop-Trio Zweitfrau ist Band, Firma, Freundeskreis und Familie in einem. Jetzt erscheint das Deb\u00fctalbum R\u00fcckendeckung. Alles echt. 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